PROJEKTBEISPIELE VERFAHRENSENTWICKLUNG
Onlinerheologie – Compoundierung
 
 
Entwicklung und Herstellung von Spezialcompounds basieren fertigungstechnisch in der Regel auf der Dispergierung der Rezepturbestandteile im Matrixpolymer auf einem Doppelschneckencompounder.
Die rechnergestützte Prozesstechnik der Compoundierung wird im ipt durch eine Online-Extrusionsrheometrie ergänzt. Rheologische Daten, thermodynamische Größen und die spezifische Leistungsaufnahme des Compounders bieten Bewertungskriterien für die Qualität der Additiv-Dispergierung. Die Methodik wird ergänzt durch die Messung des Druckfilterwertes und der Ultraschallsignatur bei Durchschallung der Schmelze am Schlitzdüsen - Einlauf.
Das ipt arbeitet kontinuierlich an messdatengestützten Methoden, um das Dispergierergebnis schon während der Compoundierung online bewerten zu können. Dies bietet uns die Möglichkeit, die Prozess-parameter während der Dispergierung bereits in Grenzen optimieren zu können.
Zielführend ist diese Messtechnik auch im Hinblick auf die vergleichende Bewertung von Dispergier-Hilfsmittelsystemen im Rahmen der Entwicklung neuer Farb- und Funktions-Batches.
Referenzen
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»DIPOMA«, gefördert durch das Wirtschaftsministerium M-V
Ultraschall zur Charakterisierung der Vernetzungskinetik von Thermosets im Spritzguss
 
 
Die Reaktionsgeschwindigkeit von vernetzenden Kunststoffen wie Duromeren und LSR (Liquid-Silicon-Rubber) ist von der Werkzeugtemperatur abhängig. Ein fest entformbares Bauteil wird mit einer zeitaufwendigen Vernetzungsreihe ermittelt, wobei mit einer langen Prozesszeit begonnen werden muss. Wird ein geeignetes Messverfahren in den Prozess eingebunden, so kann der Fortschritt der Vernetzung online verfolgt werden.
Die Ultraschalltechnik ist im Besonderen dazu geeignet die Vernetzungsreaktion zu quantifizieren. Über einen Wellenleiter, realisierbar auch durch bereits vorhandene Auswerferstifte, wird das Ultraschallsignal zum Formnest geleitet.
Der Vernetzungsbeginn wird durch einen Sprung im US-Echo identifiziert. Während der Vernetzung wird die Laufzeit des US-Signals länger, bis sie einen Endwert erreicht. Mittels Einsatz der Ultraschalltechnologie kann schon nach einer geringen Anzahl von Probeabformungen eine optimierte Prozesszeit bestimmt werden.
Referenzen
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Fa. BMT Bionic Maritime Technologies GmbH
Optimierung der Verarbeitung von Kunststoffpulvern im Rotationsguss
 
 
In Kooperation mit den im Bereich Rotation tätigen nationalen und internationalen Unternehmen und Entwicklungseinrichtungen war das ipt an einer Reihe von Tätigkeiten zur Weiterentwicklung des Rotationsverfahrens beteiligt. So wurden bspw. in den letzten Jahren Eigenschaftsfenster für Recyclingmaterialien ebenso wie an gefüllten Thermoplasten ermittelt und Kriterien und Prüfverfahren für die Prozessfähigkeit im Rotationsguss entwickelt.
Des Weiteren wurden Entlüftungsmöglichkeiten für Werkzeuge das versintern von Kunstsoffen bis 250 °C entwickelt. Die damit verbundene Aufrechterhaltung der Form bei Reduzierung von blaslöchern konnte durch eine integrierte Druckausgleichseinheit mit Filter am Verschlussventil realisiert werden.
Die Erfassung und Charakterisierung von Verfahrensparametern ermöglicht bei Eingriff in den Prozessablauf eine materialabhängige Prozessführung. Die im ipt entwickelte RoMo-Controll liefert dem Verarbeiter wertvolle Daten für Simulation, Werkzeugbau und Werkstückgestaltung.
Referenzen
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Robin GmbH
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Emano Kunststofftechnik GmbH
ipt :: Institut für Polymertechnologien e. V. :: An-Institut der Hochschule Wismar :: Alter Holzhafen 19 :: 23966 Wismar
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